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Published by Stefan on Freitag, Februar 19, 2010

Ich betreibe Fotografie als ersthaftes Hobby seit 1996.
Meine erste Spiegelreflex-Kamera war eine Praktika MTL 5B mit drei Wechselobjektiven - 28mm, 50mm und 135mm. Es gab immerhin eine Spot-Belichtungsmessung, die allerdings nicht wie bei heutigen Kameras zu einem Verstellen von Blende oder Belichtungszeit geführt hat. Man musste alles per Hand einstellen und konnte dann kontrollieren ob die Belichtung passt. Die Beschränkungen der Technologie hatten den Vorteil, dass die fototechnischen Grundlagen, wie Verhältnis von Blende zu Belichtungszeit, in Fleisch und Blut übergegangen sind. Einen Autofokus gab es auch nicht - was ich allerdings auch im Nachhinein nicht als Vorteil ansehen kann.
Diese habe ich nach zwei Jahren und einigen Ferienjobs durch eine Minolta Dynax 700i ersetzt, die ich viele Jahre und einige hundert Filme benutzt habe. Die Objektive waren ein Sigma 28-70 / 2.8 und ein Sigma 70-210 / 4.5.
90% meiner Fotos meiner “analogen” Laufbahn sind auf Schwarzweiss-Film entstanden, den ich ebenso wie die Vergrößerungen selbst entwickelt habe. Der Duft des Fixierbades haftet immernoch an meinen Fingerspitzen ;-)
2002 bin ich dann mit der Minolta Dimage 7i in das digitale Lager gewechselt. Das war für mich die erste ernstzunehmende Digitalkamera, da sie einen Brennweitenbereich von 28-200mm analog zu Kleinbild abdeckte. Leider fehlte die von der SLR gewohnte Schärfen-Untiefe als gestalterisch nutzbares Element.
Anfang 2005 habe ich meine Minolta-Ausrüstung verkauft und mit der EOS 350D auf Canon umgesattelt, die ich immernoch benutze.
Genug Worte über die Technik. Der technische Aspekt nimmt seit Aufkommen der digitalen Fotografie für meinen Geschmack viel zu viel Raum ein. Fotografie ist Gestaltung und dafür ist das Sehen und visuelle Kreativität entscheidend. Für mich ist die Fotografie eine gute Ergänzung zu meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Industriedesigner und Benutzer von 3D-CAD Software, mit der quasi alles Vorstellbare aus dem Nichts erschaffbar und als virtuelle Fotografie darstellbar ist. Als (Natur)Fotograf muss man sich den Umständen anpassen, nach Motiven, dem perfekten Moment und idealen Lichtverhältnissen suchen. Trotz moderner Bildbearbeitung ist die entscheidende Bedingung immernoch, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, die Komposition zu sehen und umzusetzen.

Noch ein paar Zitate die mich ansprechen:

“A true photograph need not to be explained, nor can it be contained in words.” Ansel Adams
“Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.” Henri Cartier-Bresson
“Sometimes I do get to places just when God’s ready to have somebody click the shutter.” Ansel Adams